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Der Blog von Alexander Plath - Management Trainer & Business Coach für die Plath & Partner AG – Berlin – Zürich - Wien

Kurzarm-Hemden oder Button-Down Kragen im Business ?

“Passen Hemden mit kurzen Ärmeln oder Hemdem mit Button-Down Kragen zum geschäftlichen Auftreten ?”

Eine Frage, die mir in Seminaren und in E-Mails häufig gestellt wird.
Nun, zuerst einmal meine Anmerkung, dass ich nur Empfehlungen aussprechen kann, keine Anweisungen … und wenn Sie nackt ins Büro gehen möchten, auch dann ist es Ihre Entscheidung. Und wie immer gilt: “Sie müssen nur eines im Leben … mit den Konsequenzen Ihrer Entscheidungen leben!”

Woher kommen kurzärmelige Hemden oder auch die Button-Down Hemden ?

Beides sind modische Erfindungen, die aus dem Sport stammen.
Zum einen die Kurzarmhemden: weil langärmelige Hemden zu warm wären oder die Bewegungsfreiheit einschränken würden. Raten Sie mal, welchem Sport wir das Polohemd zu verdanken haben …

Und zum anderen der Button-Downkragen: weil lose Kragenecken flattern oder gar ins Gesicht schlagen würden. Auch hier hat der Polosport seine Finger drin gehabt …

“Sie müssen nur eines im Leben … mit den Konsequenzen Ihrer Entscheidungen leben!”

Damit beantwortet sich die Frage schon: was zum Sport getragen wird, hat im Geschäftsleben nichts zu suchen. Siehe auch weisse Socken, die ja nicht umsonst als Tennissocken bezeichnet werden.

Und es gibt noch einen Grund: im Geschäftsleben tragen Sie über dem Hemd ein Sakko.
Denn das was wir als Oberhemd bezeichnen ist kleidungs-geschichtlich ein Unterhemd, bei dem früher oft nur Kragen und Manschetten gewechselt wurden. Das Hemd wurde ein paar Tage am Stück getragen.
Und ein Sakko mit einem Kurzarmhemd ist keine gute Sache: Ihr Schweiss kann ungehindert an den Armen ins Sakko gelangen und Sie müssten Ihr Sakko nach jedem Tragen reinigen lassen.

Beim Langarmhemd schützt der Hemdenstoff Ihr Jacket.

Und die Kombination aus kurzärmeligem Hemd und Krawatte sieht einfach seltsam aus, so wie weisse Socken in schwarzen Schuhen …

Jetzt krempeln wir gemeinsam die Ärmel hoch!

Jetzt krempeln wir gemeinsam die Ärmel hoch!

Ja aber … ich weiss was jetzt kommt.
Natürlich wird’s im Sommer auch mal wärmer oder gar heiss.
Das erträgt ein echter Gentleman mit stoischer Gelassenheit
(und würde niemals seiner Umgebung oder gar einer anwesenden Dame sein verschwitztes Hemd präsentieren!).

Und wenn es wirklich nicht mehr geht (oder auch als rhetorisches Stilmittel, wenn Sie über’s “Ärmel hochkrempeln” sprechen), dann rollen Sie Ärmel hoch. Das sieht in jedem Fall besser aus als ein Kurzarmhemd.

Noch zwei Artikel zum weiterlesen:

Ab wann trägt Man(n) Manschettenknöpfe ?

Brusttasche am Hemd ? Schwarze Hemden ?

Da lesen Sie dann übrigens auch, warum Brusttaschen KEIN Zeichen von Souveränität sind !

Meine Hemden kaufe ich übrigens hier …

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10 Kommentare

  1. Die frage, wenn es ein “und” wäre noch viel besser. :-)

  2. Hilfe, bitte nicht ! :-)

  3. Ja, jetzt kommt wieder die Zeit der Busfahrer-Hemden. Ich freue mich auch schon wieder auf diese Kollegen in der Bank… :-))

  4. Ja, jetzt kommt wieder die Zeit der Busfahrer-Hemden. Ich freue mich auch schon wieder auf diese Kollegen in der Bank… :-))

  5. Ja, bei Busfahrern und übrigens auch den Lufthansa Piloten, die ich trainiere, gehört das Kurzarmhemd (bedauerlicherweise) zur Uniform und wird sogar mit Krawatte getragen :-)

  6. Geht in Deutschland heute Button-Down ? Ich kenne das nur als Freizeit hier, wohl aber nicht so in anderen Ländern (z.B. in NL durchaus als Business Hemd akzeptiert)

  7. Ein “No-Go”! Genauso wie durch dünne, nicht taillierte Hemden schimmernde Brusthaare! :-) …oder Krawatten, die über den Hosenschlitz baumeln oder unter der Brust enden ;-)

  8. Ja, in Deutschland gilt das Button-Down Hemd als Freizeithemd und die Krawatte sollte in der Tat einen Finger breit über der Gürtelschnalle enden.

  9. Das heutige Polohemd stammt nicht aus dem gleichnamigen Reitsport, sondern tauchte erstmals beim Tennis auf. Wenn man schon mit Hintergrundwissen glänzen will, dann bitte richtig.

  10. Das Stichwort Tennis passt.

    Denn auch hier kommt der eine oder andere heftiger geschlagene Kommentar … pardon, Ball wieder zurück:

    “Polohemden kamen Anfang des 20. Jahrhunderts in Indien auf, das subtropische Klima verlangte ein leichtes Hemd für das Polo-Spiel. Angeregt wurde es angeblich von einem gestreiften, rund ausgeschnittenen, etwa hüftlangen Trikot, welches indische Aristokraten zur Jodhpurhose trugen.[1] Als Erfinder des modernen Polohemds gilt jedoch der erfolgreiche französische Tennisspieler René Lacoste, der seinen Spitznamen „Krokodil“ zum Markenzeichen machte und bereits 1933 derartige Hemden entwarf, als die Tennisspieler noch in langärmligen Hemden spielten. Die originären Polohemden sind aus luftig gewebtem Baumwoll-Pikee gefertigt. Das im Schnitt sehr ähnliche Rugbyshirt ist hingegen aus reißfestem Jerseymaterial geschneidert.

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