Nicht nur, WAS Sie zu sagen haben, sondern auch WIE Sie es kommunizieren, zählt !
(Verkaufs-) Rhetorik & Präsentation – Auftreten & Körpersprache – Etikette, Smalltalk & Business-Knigge
Der Blog von Alexander Plath - Management Trainer & Business Coach für die Plath & Partner AG – Berlin – Zürich - Wien

Social Media Knigge: Umgangsformen auf Facebook und Co. ? Der Social Media Knigge …

Social Media Knigge: Facebook, LinkedIn, Xing und Co. – die nicht mehr ganz so neuen sozialen Medien bieten eine super Gelegenheit, sich privat und geschäftlich im Internet zu präsentieren.

Längst ist es keine Frage mehr, ob Facebook die Art, wie wir kommunizieren, verändert … sondern nur, wer sich dafür richtig positioniert und wer unter die Räder kommt.

Und dabei spielt auch das Umschiffen unliebsamer virtueller Fettnäpfchen eine grosse Rolle. Denn schnell ist eine Facebook-Freundschaft oder eine Xing Verknüpfung gelöscht, ein YouTube Kanal „de-abonniert“ oder eine Facebook Seite „disliked“.

Andererseits ist das Mitmach-Web hervorragend geeignet, um auch mit den Freunden im letzten Winkel der Welt den Kontakt zu halten und lose Bekanntschaften ohne viel Aufwand zu pflegen.
Und geschäftlich betrachtet ist Social Media ist ein hervorragendes Werkzeug für Sie, mit dem Sie sich als Experte positionieren können … wenn Sie es richtig machen. Ansonsten geht der Schuss im wahrsten Sinne nach hinten los und trifft Sie selber …

Von Zeit zu Zeit veröffentliche ich auch aktuelle Tipps und Empfehlungen zur digitalen Etikette, die Sie (neben diesem Artikel) hier finden.

Wenn Sie Ihr Geschäft in sozialen Medien positionieren, bedenken Sie bitte:

Es geht nie um Produkte, es geht immer um Lösungen.

Es heisst Social Networking und nicht Social Advertising. Also geht es darum, mit anderen Menschen Kontakt zu halten und um eine Art virtuellen Smalltalk, nicht um direkte Bewerbung Ihres Produktes, Ihrer Leistung, Ihres Geschäftes. Sie würden beispielsweise als Bänker ja auch im Small Talk (hoffentlich !) nicht mit den Worten „Hallo, ich bin Peter Müller. Ich mache Sie jetzt gleich zum Millionär …“ einsteigen.

Alexander Plath
in Social Networks:
Facebook
XING

Google+

Statusmeldungen und Kommentare in sozialen Netzwerken sind KEINE Werbebotschaften !
Wenn Sie hier etwas zu Ihren Produkten oder Ihrem Geschäft sagen wollen, dann nur sehr subtil und wohl dosiert. Warum ? Weil Sie sonst von Ihren Kontakten „geblockt“ werden, also diese Ihre Nachrichten nicht mehr lesen oder Ihnen gleich den Kontakt aufkündigen. Also, bitte ersparen Sie uns allen die „Hier kannst Du schnell reich werden …“ Meldungen und schalten Sie Ihren gesunden Menschenverstand ein.

Was können Sie also tun ? Veröffentlichen Sie interessante Links von anderen Seiten zu „Ihrem“ Thema, also dem Bereich, für den Sie sich als Experte positionieren wollen und dann darf hin und wieder auch ein Link zu Ihrer Geschäftshomepage dabei sein.
Machen Sie die Menschen neugierig.

Einen Schritt weiter in Richtung Expertenstatus gehen Sie, indem Sie eine Facebook Seite für „Ihr Thema“ anlegen. Hier können Sie etwas direkter auf Ihre Produkte, Ihre „Lösungen“ hinweisen, doch bitte immer noch dezent. Sorgen Sie dafür, dass auf Ihrer Facebook Seite Informationen, Links, Bilder zu dem Thema zu finden sind, für das Sie sich als Experte positionieren wollen.

Liefern Sie Ihren Lesern spannende Informationen und Hilfestellungen, Tipps & Tricks und dann dürfen Sie auch hin und wieder mal Ihr Produkt bewerben.
Ein Beispiel für so eine Seite ?
Schauen Sie mal auf www.facebook.com/AlexanderPlath nach.

Bitte nicht !

Und weil ein Ruf bekanntlich viel schneller ruiniert, als aufgebaut ist … hier noch die Top-Liste der virtuellen Fettnäpfchen:

- Laden Sie Ihre Freunde permanent über Ihre Statusupdates zu Werbe-Webinaren ein.

- Veröffentlichen Sie zahlreiche Statusupdates auf einmal, am besten nur Werbung, damit Ihre Kontakte in ihren Neuigkeiten nur noch diese Meldungen von Ihnen sehen.

- Laden Sie Ihre Kontakte konsequent und ungeniert zu allen möglichen Spielen der Sorte Cityville, etc. und zum Nutzen aller Möglichen Anwendungen ein.
(Ich zitiere hier einen genervten Facebook User: “Der nächste der mich zu Farmville einlädt, dem brenne ich die Farm nieder!“)

- Verschicken Sie ungefragt Werbung über die Nachrichten Funktion (im Klartext: „SPAM“, eine der sichersten Methoden, von Facebook direkt gesperrt zu werden.)

- Legen Sie Profile anstatt von Seiten für Geschäfte und Produkte an.

- Verwenden Sie Logos, Marken, Bilder, etc. die Ihnen nicht gehören.
(Und Sie stellen so sicher, dass der Rechteinhaber Ihr Profil schneller löschen lässt, als Sie Facebook sagen können …)

- Veröffentlichen Sie Werbung in Form von Bildern, markieren Sie Ihre Kontakte darauf, damit diese neugierig nachschauen, auf welchem Bild Sie nun markiert wurden. (Persönliche Anmerkung: Wenn Sie aus meiner Kontaktliste fliegen wollen, ist dies die sicherste Lösung !)

- Das Gleiche gilt für Videos, in denen die markierte Person gar nicht zu sehen ist.

Kommentarspamming

Kommentarspamming

- Fügen Sie Ihre Kontakte ungefragt zu Gruppen hinzu, die diese dann erst wieder verlassen müssen, nachdem die Gruppenmitteilungen bereits den Neuigkeitenstrom unterwandert haben.

- Laden Sie am Besten immer ALLE Ihre Kontakte zu Veranstaltungen oder Webinaren ein, ohne zu prüfen, ob deren Interessen oder regionale Zugehörigkeit passt.

- Kommentarspamming: Hinterlassen Sie unter Beiträgen Kommentare deren Sinn nicht eine angeregte Diskussion, sondern (nur) die Bewerbung einer Website ist.

- Duzen Sie ungefragt Menschen, die Sie vorher noch nie gesehen oder gesprochen haben.

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Aktuelle Fragen:

“Darf man Essen im Restaurant fotografieren und im Internet teilen ?”

Ja, die Freude über das Essen wird oft geteilt :-) … auch virtuell.

Für mich ist es ok zu Fotografieren, wenn es ohne Störung der anderen Gäste vor sich geht und natürlich ist ein erklärender Hinweis à la “Mir gefällt das Arrangement der Speisen so gut, dass ich es im Foto festgehalten habe” hilfreich für die evt. verunsicherten Mitarbeiter des Restaurants.

Ein Zitat (das, lateinisch citatum Angeführtes‘, ‚Aufgerufenes‘ zu lat. citāre „in Bewegung setzen, vorladen“, vgl. „jemanden vor Gericht zitieren“[1][2]) ist eine wörtlich übernommene Stelle aus einem Text oder ein Hinweis auf eine bestimmte Textstelle. Auch andere Medien, wie Bilder und Musik, können als Zitat verwendet werden. Quelle: Wikipedia

Zum sozialen Teilen: soziale Medien sind für mich neue Kommunikationsmittel. Wenn ich also einem Freund am Telefon erzählen würde, wie toll das Essen aussah, dann kann ich es auch in den sozialen Medien tun. Jedoch rede ich ja auch nicht gross und breit über jedes Essen, das ich genossen habe. Also auch nicht in den sozialen Medien.

“Wie sieht es mit dem Teilen von Zitaten aus ?”

Zitate dürfen natürlich gerne geteilt werden, solange der Verfasser / die Quelle mit genannt werden. Also wer “es” gesagt hat, nicht wo Sie es gelesen haben. Übernehmen Sie beispielsweise eine Zitat von Goethe von einer anderen Facebook Seite, so ist die Quelle weiterhin Goethe. Die Seite, auf der Sie das Zitat gelesen haben können Sie als “via facebook.com/vondieserseite” erwähnen.

Auf Ihre Fragen und Kommentare freue ich mich !

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Nicht nur WAS Sie sagen, sondern vor allem WIE Sie es kommunizieren, zählt !

 

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#knigge #umgangsformen #businessknigge

19 Kommentare

  1. Guten Tag, wie halten Sie es bei einer Einladung zu einem Webinar, das findet ja ONLINE und nicht regional oder an eim bestimmten Ort statt?
    Ist es OK ALLE seine Kontakte anzuprechen?

    Schönes Wochenende
    Peter Schneble

  2. Guten Tag, wie halten Sie es bei einer Einladung zu einem Webinar, das findet ja ONLINE und nicht regional oder an eim bestimmten Ort statt?
    Ist es OK ALLE seine Kontakte anzuprechen? Schönes Wochenende Peter Schneble

  3. Nun, ob eine Nachricht als SPAM, also als Belästigung angesehen wird, hängt von der Sichtweise des EMPFÄNGERS ab. Somit sollte ich eine Einladung für ein Webinar nur an diejenigen schicken, bei denen ich davon ausgehe, dass DIESE sich dafür interessieren.

  4. Da ich nicht ALLE Kontakte persönlich näher kenne – wäre es schon fast “Wahrsagen” wenn ich wüßte was die Kontakte denken oder wirklich interessieren, ich kann nur von deren Hobby ausgehen und letztendlich von mir!

  5. Das heisst in der Konsequenz, dass ich Kontakte, die ich NICHT persönliche kenne, auch nicht per Nachricht oder Veranstaltungseinladung einladen kann. Bleibt, die Veranstaltung im eigenen Newsfeed (also der Pinnwand) zu veröffentlichen. Wer dann darauf klickt, hat Interesse !

  6. OK das ist eine gute Alternative, aber technisch in Facebook wahrscheinlich nur über Umweg möglich, der Kontakt müßte auf den Pinnwand oder per PN mich auffordern ihn einzuladen!

  7. Ärgern findent kein Bewusstsein in meinem Sprachgebrauch, aber es gibt schon Situationen da gebe ich “meinen Senf” zum Würstchen” z.B. die Unsitte “ungefragt in Gruppen” aufgenommen zu werden – das finde ich schon eine Art “soziale Vergewaltigung” ;-) Schliesslich kan man(n/Frau auch fragen!

  8. Ich finde diese Frage interessant und kann mich Peter Schneble auch anschliessen. Wenn wir schon bei der Grupp sind, möchte ich sagen, dass es mich ärgert, wenn immer dieselben Leute das Wort führen wollen, ohne Respekt für die Stilleren. Ich wünsche allen einen ausgeglichenen Tag.

  9. Ich sehe schon – das mit dem gefacebookt wird nix bei mir :) obwohl alle (fast) sagen – da musste hin mit LOTTE. Nö. Zum Thema “Spam” – ich schlage dieses Wort zum Unwort des Jahres vor, so wie das missbraucht wird ;)))

    • Wobei Lotte ja doch ein Facebook Fanseite verdient hätte, oder ?

  10. oh, so manche Tipps kannte ich noch gar nicht :)

  11. …willst du dazu wirklich einen Kommentar :-)

  12. Ja, auf Facebook wird von mir meistens geduzt – auf XING nur die Menschen, mit denen ich mich auch im ‘Real life’ duze, oder jenen, die mir das Du anbieten, indem sie mich zuerst geduzt haben.

  13. Ja, es macht viel Freude, wieder aus Gruppen herauszukommen, in die man unfreiwillig gelangte. Ähnliches gilt für Spieleanfragen von fb-Freunden, wobei die Zähigkeit, mit der facebook versucht, das “Opfer” dort festzuhalten, schon beeindruckend unverschämt ist!
    Es sind i.d.R. viele Klicks vonnöten, manchmal sogar das Schließen des Tabs, um davonzukommen! ;-)

  14. Ich empfinde es immer als sehr unhöflich, wenn ich ungefragt zu irgendwelchen Gruppen zugefügt werde! Das löst eher Unmut als Freude aus!

  15. In der Tat: das ungefragte Hinzufügen zu Gruppen ist einer der in meinen Seminaren am häufigsten genannten Punkte in Sachen Verstoss gegen digitale Umgangsformen !

  16. Es hinterlässt bei mir keinen guten Eindruck, wenig stilvoll!

  17. Ja, das wäre so ähnlich, wie als wenn ich im “realen” Leben einfach mal in Vereine als Mitglied eingeschrieben würde und dann selber erst wieder kündigen müsste, um auszutreten …

  18. Kommentarspamming gehört auch zu den virtuellen Fettnäpfchen :-) !

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